Pole Position, veröffentlicht 1982 von Namco und von Atari in den USA vertrieben, ist ein wegweisendes Rennspiel, das sich durch seine realistische Darstellung von Rennstrecken auszeichnete und die Standards für zukünftige Rennspiele setzte. Als Pionier im Genre der Arcade-Rennspiele führte Pole Position mehrere Neuerungen ein, darunter das Konzept von Qualifikationsrunden und realitätsnahen Fahrphysiken, die das Spielerlebnis deutlich verbesserten und authentischer gestalteten.
Das Gameplay von Pole Position beginnt mit einer Qualifikationsrunde, bei der der Spieler innerhalb eines bestimmten Zeitlimits eine Runde auf der Rennstrecke absolvieren muss. Diese Runde entscheidet über die Startposition im anschließenden Rennen. Besteht der Spieler die Qualifikation, nimmt er am Hauptrennen teil, bei dem es darum geht, sich gegen andere Fahrer durchzusetzen und die Ziellinie in einer möglichst guten Position zu überqueren. Dieses zweiteilige Spielprinzip wurde später in vielen anderen Rennspielen übernommen und half, eine realistischere Rennerfahrung zu simulieren.
Ein herausragendes Merkmal der grafischen Darstellung in Pole Position ist die Nutzung von Sprites und skalierenden Algorithmen, um die Illusion von dreidimensionalen Rennstrecken zu erzeugen. Diese Technik ermöglichte es, geschwungene Straßen, Hintergrundlandschaften und dynamische Hindernisse darzustellen, die sich mit der Geschwindigkeit und Bewegung des Fahrzeugs veränderten. Das Spiel präsentierte eine realistischer erscheinende Perspektive, die das Gefühl vermittelte, tatsächlich auf einer Rennstrecke zu fahren. Diese grafische Raffinesse war ein großer Fortschritt für die Videospieltechnologie der frühen 1980er Jahre.
Eine weitere wichtige Innovation von Pole Position war die Einführung von Markenwerbung entlang der Strecken, die als Wegbereiter für In-Game-Werbung in modernen Videospielen gilt. Sponsorenschilder und Plakate realer Unternehmen säumten die Straßenränder und verstärkten den Eindruck eines authentischen Rennens. Diese Integration von kommerziellen Elementen trug zur Immersion bei und schuf eine realitätsnahe Umgebung, die die Spieler noch tiefer in das Rennerlebnis eintauchen ließ.
Das physische Arcade-Setup von Pole Position trug ebenfalls maßgeblich zu seinem Erfolg bei. Die ursprünglichen Arcade-Maschinen waren oft mit einem Lenkrad, Pedalen und einem Gangschalter ausgestattet, die die Spieler direkt in die Rolle eines Rennfahrers versetzten. Dieses Hardware-Design ermöglichte eine weitaus feinere Kontrolle über das Fahrzeug als die herkömmlichen Joysticks und Tasten, die in anderen Spielen verwendet wurden. Die physische Interaktivität und das realistischere Fahrgefühl trugen dazu bei, dass Pole Position eine besonders fesselnde und immersive Spielerfahrung bot.